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Infobox Strahlendosis und Sievert

Die biologische Wirksamkeit ionisierender und damit gewebezerstörender Strahlung ist abhängig von der Strahlenart und deren Energie. Sie wird durch Strahlendosen quantifiziert. Das Sievert (Sv) ist die biologisch-physikalische Maßeinheit ionisierender Strahlung verschiedener gewichteter Strahlendosen.

Illustration - Körperteile im Röntgenbild

Illustration - Physis Mensch

Quelle: fotolia

Sie ist ein Maß für die Strahlenbelastung des Körpers und wird zur Analyse des Strahlenrisikos benutzt. Das „Sievert, Sv“ ist die Einheit für:

  • Effektive Dosis E
  • Organdosis HT
  • Äquivalentdosis H

Da die Strahlendosis von 1 Sv vergleichsweise sehr groß ist, werden Millisievert (1 mSv = 0,001 Sv = 10−3 Sv) oder Mikrosievert (1 μSv = 0,000 001 Sv = 10−6 Sv) verwendet.

Illustration - Atommodell

Metapher - Ist Ihre Lunge geschädigt?

Quelle: fotolia

Die Energiedosis (Maßeinheit J/kg) ist die Basisgröße, die jeweils mit den Wichtungsfaktoren multipliziert wird (Gray=Gy). Dass in einer Dosisangabe Wichtungsfaktoren enthalten sind, wird durch die besondere Einheitenbezeichnung Sievert (Sv) kenntlich gemacht. Die physikalische Maßeinheit bleibt unverändert mit J/kg. Die Organdosis ist definiert als die in einem bestimmten Organ, Gewebe oder Körperteil durch ionisierende Strahlung aufgenommene Energiedosis, gemessen in Gray (Gy), multipliziert mit dem Strahlungswichtungsfaktor der betreffenden Strahlenart (wR). Ihre Einheit ist das Sievert (Sv).

Illustration - Sonnenbrand

Illustration - Sonnenbrand

Quelle: fotolia

Die Empfindlichkeit der exponierten Organe und der zeitliche Expositionsverlauf werden ebenfalls durch Wichtungsfaktoren beschrieben, die als dimensionslose Multiplikatoren in die Dosis eingehen. Der Strahlenwichtungsfaktor für Alphateilchen (aus dem Radonzerfall) ist dabei 20 und somit sehr hoch („gefährlich“ = sehr schädlich), während Röntgenstrahlung nur bei 1 liegt.

Illustration - Arten von Strahlung

Dosimeter

Quelle: siehe Impressum - Bildquellen

Die Äquivalentdosis berücksichtigt neben der übertragenen Energiedosis somit auch die relative biologische Wirksamkeit (RBW) der verschiedenen Strahlenarten. D.h. bei gleicher Energiedosis sind Alphateilchen aus dem Radonzerfall um ein Vielfaches biologisch wirksamer als Photonen der UV-Strahlung oder Röntgenstrahlung.

Sonnenbrand im Gesicht

Illustration - Schaden am Genom durch Strahlung

Quelle: fotolia